Technik KaZu

Samstag

Die Besammlung war um 09:30 Uhr am Bahnhof in Sissach. Wir liefen zur Schule Bützenen, wo dann auch der Start des ersten Sprints war. Bei der Qualifikation waren die Streckendaten für die kurze Bahn 2.9 km und für die lange 3.7 km. Den ersten Platz auf der langen Strecke belegte Tino Polsini während bei Kurz Lena Koch die Quali für sich entschied.

Zu Mittag assen wir im Restaurant Löwen. Es gab Spaghetti Pesto, Bolognese und Carbonara, was das perfekte Menü war, um wieder Energie zu tanken.

Nachmittags fuhren wir nach Gelterkinden zur Mehrzweckhalle, dort starteten alle Strecken des K.O.-Sprints. Bei diesen Sprints gab es vier Heats, die nach der Leistung im Qualifikationslauf aufgeteilt wurden. Im ersten waren die schnellsten vier der Qualifikation und dann immer so weiter aufgelistet. Wenn man gewinnt, steigt man auf, wenn man verliert, steigt man ab. Die vier Sprints waren alle etwa 1 Kilometer lang aber sehr hart. Dazwischen hatten wir immer nur wenig Zeit um uns zu erholen.

Sonntag

Wir fuhren nach Rothrist um ein langes Kompasstraining zu absolvieren. Es gab zwar nur eine Bahn, dafür zwei vorgeschlagene Abkürzungen, wo man selbst entscheiden konnte. Die ältesten machten alles, dann gab es welche, die eine der beiden Abkürzungen wählten und die Jüngsten kürzten an beiden Orten ab. Damit das Training auch effektiver im theoretischen Teil wird, wurde ein Kompasstheorieblatt ausgeteilt, wo man seine Stärken beim Kompasslaufen selbst einschätzen muss, oder auch aufschreiben, für was man den Kompass auch wirklich alles einsetzt. Nach dem Training assen wir unseren Lunch und machten uns schon wieder auf den Rückweg. Das Wetter hätte nicht frühlingshafter sein können, der KaZu war hart aber lehrreich

– Pablo

Qualifikationssprint
Auswertung der Routenwahlen
Start Final
kleiner Final
Youngsters mit dem Autor dieses Berichtes

Langlauf KaZu

Ein tolles Wochenende liegt hinter uns. Traditionsgemäss fand der polysportive KaZu statt, dieses Jahr in der Lenk. Nebem dem Training steht vor allem auch das Team Building und das Ausüben von alternativen Sportarten im Vordergrund.

30 km flitzten wir am Samstag über den weissen Talgrund. Am Abend fanden wir uns in einer alten Schüür ein, die in eine Boulderhalle umfunktioniert wurde. Dazwischen füllten wir im Kultur- und Sportzentrum Lenk unsere Energiespeicher. Es war, aus der Sicht von Läufern, ein sehr intensiver Tag. Das Langlaufen verbrauchte die Arme bereits, und das Halten an fingerbreiten Griffen, um nicht auf die dicken Matten zu fallen, zerstörte auch noch die Unterarme. Eine ungewohnte, aber tolle Belastung für uns Orientierungsläufer.

In Zweiergruppen starteten wir am Sonntagmorgen zu einem Ski-O. Dabei legten die Athleten zwischen 10 und 18 km zurück. Oftmals war die Loipe nicht der schnellste Weg, so rannten viele Athleten, die Ski in der Hand und die Karte im Mund oder sonst irgendwo dazwischengeklemmt, durch den Tiefschnee.

Schlussendlich gewannen Lena und Isabel, das ausgeglichenste Team die Langlauffähigkeiten betreffend, souverän.

Zur Erholung verbrachten wir den Nachmittag im Hallenbad. Die meisten genossen einfach nur das Sprudelwasser. Einige Jungspunde hatten noch genügend Energie um die Rutschbahn unsicher zu machen.




Erster Kadercross 2019

Gleich zu Beginn des Jahres führten wir einen ersten Formvergleich durch. Beim ersten von drei jährlichen Leistungstests auf der Querrunde im Rütihard wurden, obwohl wir uns im Grundlagentraining befinden, einige gute Zeiten, darunter zwei persönliche Bestzeiten, erbracht. Auch erlebten die neuen Sprungbrett-Athleten ein erstes Mal, wie sich diese fünf Runden à je 1.1 km anfühlen.

Trainingslager Schweden

Das lange Sommertrainingslager in Schweden verbrachten wir an zwei Orten, wo wir je knapp eine Woche hausten und die Wälder unsicher machten.

Um die Berichte ein wenig spannender zu gestalten sind sie dieses Mal nach Themen geschrieben worden, so kann jeder lesen was ihn oder sie interessiert ohne zwölf Mal «Heute haben wir gefrühstückt und dann, und dann…» sehen zu müssen.

Reise (Marco)
Das Trainingslager begann am Samstag Nachmittag in Basel am Euroairport. Mit Verspätung wegen Sommerferienstau auf dem Runway hoben wir um 17:00 Uhr zu unserem zweieinhalbstündigen Flug nach Stockholm ab, wo wir unsere Reise in zwei Mietbussen und drei PWs fortsetzten.

Nach der dreistündigen Autofahrt kamen wir am idyllischen See Tisaren an, nach der langen Reise war jedoch niemand in der Stimmung am selben Abend noch baden zu gehen.

Nachdem wir die erste Station im Süden gemeistert hatten, brachen wir am Freitag zu unserer zweiten Unterkunft in Dala-Järna auf.

Schon auf dem Weg bekamen wir eine kleine Einstimmung auf das neue Gelände, das sich von dem der ersten Woche unterschied, insbesondere der härtere Untergrund und die höhere Dichte an Felsen.

Um bei unserer Heimreise nicht mitten in der Nacht aufstehen zu müssen, verschoben wir am Mittwoch schliesslich ein zweites Mal. Dabei nutzten wir ein Angebot auf einem schwedischen Bauernhof, von welchem aus wir auch noch ein Goodbye-Training absolvierten.

Am nächsten Morgen ging es dann früh los indem wir zum Flughafen Stockholm aufbrachen und schweren Herzens die Heimreise antraten, wobei wir jedoch auf ein wunderbares und lehrreiches Trainingslager zurückblickten konnten.

Haus am See Tisaren (Raphi)
Ich war schon in vielen Lagerunterkünften in meiner Kader- und Schulzeit und stelle fest, dass es nur sehr wenige (wenn überhaupt) Unterkünfte gab, die in der gleichen Liga spielen. Wow, wirklich wow! Wir verbringen den ersten Teil des Lagers in einer kleinen Häusergruppe, rot bemalt in üblicher schwedischer Manier, verbunden durch viel Wiese und ein kleines Stück Wald, gelegen am Ufer des bildhaften Sees Tisaren. Mit Trampolin, Kanu und Ruderboot, Kubb, Slackline und Schaukel war für jeden etwas dabei. Wenn man vom grossen Lagerhaus, wo wir kochten und speisten, dem Weg durch das Wäldlein bis zu den moosbewachsenen Felsen am Ufer folgt kann man in der Mitte des Sees in ca. 500-1700m Entfernung (Schätzungen variieren stark) die Insel sehen zu welcher wir an einem freien Morgen eine Schwimmexpedition (begleitet durch Ruderboot und Kanus) unternahmen. An einem anderen Tag wurde auf dem See im Rahmen des ausserdem besonders interessant gestalteten Lagercups ein Stand-Up-Kanu-Zeitfahren veranstaltet. Es war wirklich, wirklich schön und das ist keineswegs selbstverständlich, deshalb möchte ich Ines und Matthias, im Namen aller Athleten, für die Organisation ein grosses Dankeschön machen!

OL in den Wäldern um den Tisaren (Janosch)
Das Gelände in dieser Region ist geprägt von Sümpfen. Wir hatten Glück, dass es nicht so viel geregnet hatte. Man konnte also meistens sehr gut durch die Sümpfe rennen. Auf der Karte hatte es viele gelbe Flecken, das sind Felsplatten, oft mit Moos überwachsen, die immer sehr schnell belaufbar waren. Das Relief war sehr fein aber oft gut erkennbar, da die Wälder sehr offen waren. Sehr wichtig für jeden Posten, den es anzulaufen gilt, ist der Kompasseinsatz. Die Wälder sind wunderschön mit teils sehr schnellen Partien. Und wenn man Glück hatte, rannte einem einen Elch über den Weg.

Zweite Unterkunft in Dala-Järna (Chris)
Hätten wir den ersten Teil des Lagers in dieser Unterkunft verbracht, wäre schon dieses Haus eine geniale Unterkunft gewesen. Als wir ankamen war die Stimmung aber gedämpft. Wie Raphi geschrieben hat, ist die Unterkunft am Tisaren kaum zu übertreffen, so war eine Steigerung während des Lagers nicht mehr möglich.

Trotzdem war auch diese Unterkunft schön und manche schätzten das Wlan (nach einer ganzen Woche ohne jegliche Strahlen am Tisaren) sehr.

OL in den Wäldern in Dala-Järna (Tino)
In der zweiten Woche hatten wir die Möglichkeit, etwas weiter im Norden noch einen anderen Geländetyp zu geniessen. Rund um Dala-Järna trainierten wir in technisch herausfordernden Wäldern mit teilweise sehr schneller Belaufbarkeit, einem etwas gröberem Höhenbild und mehr Steinen als noch in Hallsberg. Wir hatten sogar das Privileg zwei Trainings zu absolvieren, bei welchen die Bahnlegung von niemand geringerem als dem schwedischen Top-Athlet Wiliam Lind stammte, welcher in dieser Region heimisch ist. In diesem Gelände machte die Kombination von schnellem Untergrund, teilweise eingeschränkter Sicht und feinen Postenräumen das Orientieren nicht gerade einfach. Wir alle konnten auch von diesem Terrain viel profitieren und dazu lernen und sind nun gerüstet für die zweite Saisonhälfte.

Freizeitbeschäftigungen (Elio)
Das TL in Schweden bot uns neben den tollen Trainings auch genügend Freizeit. So war ein Sprung in den See vor unserer Haustür nach jedem Training obligatorisch, denn die Temperaturen anfangs Lager waren heiss und schwül. Manchmal war selbst die Badehose schon zu viel und wurde deshalb lieber als Sonnenschutz auf dem Kopf getragen.

Nebst dem Baden und Bötlifahren im See wurde auch viel Zeit in unserem grossen Garten verbracht beim Üben von Tricks auf der Slackline und auf dem Trampolin.

In der zweiten Woche nutzten wir die Chance auf dem Golfplatz vor dem Haus einige Bälle zu schlagen. Zuerst versuchten sich alle alleine beim Abschlag und anschliessend duellierten wir uns auf einem 6-Loch Rundkurs, welcher Löcher zwischen 60-100m enthielt. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten trafen am Schluss alle den Golfball.

Lagercup und Abschlussabend (Karina)
Wie in jedem TL fand ein Lagercup statt. Organisiert wurde er von Evi und Tobi. In den Kochgruppen, jeweils drei Personen, wurden die verschiedenen Spiele absolviert. Beim ersten Lagercup mussten zwei Personen möglichst schnell mit einem Kanu um eine Plattform fahren und die dritte Person, die auf einem Steg wartete, einladen. Da es zum Teil eine wackelige Sache war, nahmen einige ein unfreiwilliges Bad… Der zweite Lagercup war “Reise nach Jerusalem”. Dabei wird Musik abgespielt und alle müssen um Stühle herumlaufen. Wenn die Musik stoppt, muss man sich setzen. Nur hat es immer einen Stuhl zu wenig und so scheidet die Person ohne Stuhl aus. Durch ein wenig Beeinflussung der Jury beim Stoppen der Musik wurde das Spiel ein wenig gefaked aber es gab einige lustige Situationen. Beim dritten Spiel war Kreativität gefragt. Jedes Team hatte 15 Minuten Zeit um Utensilien zu suchen und ein Lied einzustudieren. Aber Achtung: das Lied musste mit Wasser im Mund gegurgelt werden. Bei einigen Teams musste man in Deckung gehen, um von den Fontänen der Teilnehmer nicht geduscht zu werden. Aber bei fast allen Gruppen konnte man das Lied erkennen. Die Jury bewertete schliesslich die Vorführungen mit Punkten. Beim vierten Lagercup waren Schnelligkeit und Balance gefragt. Man musste als Team möglichst schnell die vorgegebene Anzahl an Füssen, Händen ect. auf dem Boden haben, dabei entstanden zum Teil lustige Konstrukte. Als Bonuspunkt musste jede Gruppe eine möglichst spektakuläre Figur bilden. Beim letzten Lagercup mussten sich alle Teilnehmer um einen Tisch setzen und die Hände überkreuzt auf den Tisch legen. Nun war höchste Konzentration gefragt. Im Kreis musste jeder nacheinander auf den Tisch klopfen. Bei doppeltem Klopfen gab es einen Richtungswechsel und bei dreifachem Klopfen wurde eine Hand übersprungen. Klopfte jemand nicht zum richtigen Zeitpunkt auf den Tisch musste er die entsprechende Hand aus dem Spiel nehmen.

Am Schluss wurden alle Punkte zusammengezählt und das Team mit Lena, Marc und Tino hatten zusammen mit dem Team bestehend aus Raphi, Marco und Karina am meisten Punkte.

Der Abschlussabend wurde von Melvin und Raphi geplant und durchgeführt. Beim ersten Spiel durfte das Geburtstagskind Elio gegen alle anderen antreten. Dabei musste er sich mit dem Rücken zur Gruppe hinsetzen und dann wurden Fragen gestellt. Jeder Teilnehmer musste entscheiden ob Antwort A, B oder C richtig ist und sich auf das entsprechende Feld stellen. Danach musste auch Elio sich für eine Antwort entscheiden. Alle, die auf dem falschen Feld standen, schieden aus. Elio glänzte mit richtigen Antworten und schlug die ganze Gruppe.

Beim zweiten Spiel mussten immer zwei Personen gegeneinander antreten. Sie bekamen fünf Minuten Zeit, um Utensilien zu suchen und dann ging es darum, den anderen zum Lachen zu bringen, beziehungsweise selber nicht zu lachen. Die Verkleidungen und Vorführungen waren sehr lustig und keine Lachfältchen blieben ungebraucht.

Schwedische Kulinarik (Chris)
Wie immer musste die Doppelte Portion gekocht werden um all die hungrigen Athleten zu stillen.

Morgens gab es Müesli und Brot. Dazu Sommermjölk und Sirup aus 3l Kanistern.

Die Trainings fanden oft nahe an der Unterkunft statt, so nahmen wir den Lunch oft zuhause ein.

Nach zwei Wochen haben wir schliesslich jede erdenkliche Sandwichkombination ausprobiert.

Das Brot ist kein Schweizer Bäckerei Original, am ehesten würde etwa folgende Beschreibung zutreffen: geschnittene Scheiben aus fragwürdigem Getreide, die gummig und ohne krustigen Rand daherkommen, der Geschmack fade und trocken.

So füllten wir unsere Speicher vor allem Abends mit Reis und Teigwaren.

Zu jeder Mahlzeit wurde ein grosser Brocken Käse, ebenfalls gummig, auf den Tisch gestellt. Mit einem speziellen Käsemesser schnitten wir Käsescheiben, die auf praktisch jede Mahlzeit und zwischen jedes Sandwich kamen.

Manchmal gab es ein kleines Dessert, das Highlight war der kalte Hund mit 1.6kg geschmolzener Schokolade.

Wir haben viel gespiesen aber freuten uns alle auf Schweizer Brot und eine anständige Salatsauce.