Trainingslager St.Cerque

In der zweiten Woche der Herbstferien reisten wir in den Jura und genossen das tolle Gelände. Von den vielen Trainings konnten wir super profitieren. Hier die Tagesberichte:

Montag: Unser diesjähriges Herbst-Trainingslager fand im Jura statt. Wir starteten um 08:00 Uhr in Liestal beim Park and Ride und fuhren mit 2 Büslis zu unserem Welcome Training auf der Karte Petit Risoux. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und wir konnten das Training in vollen Zügen geniessen. Mit dem Training konnten wir uns an das typische Jura Gelände gewöhnen und uns für die kommenden Trainings Ziele setzen. Danach assen wir unseren Lunch und fuhren auf direktem Weg zu unserer Unterkunft, wo wir unser 2. Training machten. Es war ein Höhenkurventraining, welches einige von uns regelrecht an ihre Grenzen brachte. Nachdem Training bezogen wir unser Lagerhaus und genossen das erste traumhafte Essen unserer Köchin Sabine. Dabei stellten wir fest, dass wir nach langer Zeit wiedermal ohne Vegetarier unterwegs waren. Danach machten wir unsere erste Auswertung und gingen schlafen.
Elio
Dienstag: Am Morgen fuhren wir nach Longchaumois, ein technisch sehr anspruchsvolles Gelände, in dem bereits die Testläufe im Frühling statt fanden. Wir absolvierten hier ein Partner Training, das uns beim Auffangen im Falle eines Fehlers stärken sollte. Für die Meisten war dieses Training bereits sehr lang, auch über 1:30. Deshalb war das Nachmittagstraining in Lamoura etwas kürzer, musste jedoch ohne Kompass gelaufen werden. Einige hatten Mühe, ohne eine Richtungsangabe OL zu laufen, andere störte der fehlende Kompass jedoch gar nicht! Zurückgekommen im Lagerhaus waren die meisten sehr müde, bis auf Chris und Melvin, die noch auf den La Dole rannten und dort eine wunderbare Aussicht hatten :)
Melvin
Mittwoch: Am Mittwoch-Morgen machten wir uns auf die Socken zum Multitechnik-Training auf der Karte „La Givrine Nord“. Sebi, der Fuchs, wartete nicht im Ziel, sondern beim letzten Posten und das sorgte bei einigen Läufern für Verwirrung, was sehr lustig war zum Zuschauen.
Am Mittag konnten wir ins Lagerhaus zurück gehen um das Mittagessen zu essen, weil der Wald, in dem das Multitechniktraining stattgefunden hat, nur ca. 5min vom Haus entfernt war.
Am Nachmittag erwarteten uns 2 Waldsprints. Beim ersten Waldsprint waren viele sehr unzufrieden min ihrem Lauf. Zum Glück hatten wir noch einen zweiten Lauf, wo wir nochmal versuchen konnten. Danach waren die Meisten zufrieden mit ihrem Lauf.
Janosch
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Donnerstag: Am Donnerstagmorgen erwartete uns wie gewohnt ein vielfältiges Frühstück. Alle schlugen kräftig zu, denn gleich danach ging es los zum OL-Training. Es stand ein Langstrecken-OL in Zweiergruppen auf dem Programm. Der Morgen war wettermässig durchzogen und kühl. Trotzdem starten die Teams mit Freude und Zuversicht in das ca. 15 km lange Training. Die Bahn war lange flach, führte jedoch zum Schluss auf den Mont-Tendre, der höchsten Erhebung des Kanton Waadts und wieder hinunter. Alle waren begeistert von der genialen Aussicht und diesem tollen OL. Im Ziel wurde Mittag gegessen und Fussball, sowie Freesbee, gespielt. Danach ging es zurück nach Hause. Das eine Büsli machte noch einem kleinen Abstecher an den Lac de Joux, in dem baden konnte wer wollte. Am Nachmittag stand nichts mehr auf dem Programm. Es wurde Karten gespielt, oder die Slackline genützt. Zum Abendessen gab es Spaltkartoffeln mit Hackfleisch und Sauce. Danach schauten wir alle zusammen den Film «Leg dich nicht mit Zohan an».
Marc
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Freitag: Freitag war der Ruhetag des Trainingslagers. Nun nicht ganz… Wir waren im Seilpark, welchen manche super fanden, während andere mit der Höhe zu kämpfen hatten. Ausserdem stand am Abend der Nacht OL an, bei dem sich mehrere Athleten und  Trainier einen Spass erlaubten, indem sie die Jüngeren des Kaders an diesem, Freitag dem 13. erschreckten. Dafür war es aber auch ein sehr schöner OL, ein guter Einstieg für jene, welche noch nie in der Nacht gelaufen sind.
Marco
Samstag: Am Samstag war nach den beiden weniger OL-reichen Tagen wieder volles Orientierungslauf-Programm angesagt. Am Morgen fuhren wir über die Grenze nach Les Marais. Diese Karte kannten die meisten schon vom Testlauf Lang im Frühling. Hier probierten wir uns in einer (neuen?) Trainingsform, auf dem Trainingsplan Team-OL genannt. Diese funktionierte wie folgt: Drei Läufer sind mit zwei Karten ausgestattet, zusammen unterwegs. Der vorderste Läufer läuft mit einer reduzierten Karte (keine Wege und Steinmauern) bis zum Attackpoint des anzulaufenden Posten, gefolgt von einem zweiten Läufer mit einer reduzierten Karte ohne eingedruckte Bahn und einem dritten Läufer ohne Karte. Dort angelangt übergibt der vorderste Läufer seine Karte dem zweiten Läufer, dieser gibt dem dritten Läufer die Karte ohne Bahn. Dann läuft der zweite Läufer (nun der vorderste) zum anzulaufenden Posten und weiter bis zum Attackpoint des nächsten Posten, wo die Karten erneut weitergegeben werden. Dieses Schema wiederholt man dann über die ganze Bahn. Einmal kapiert ergab das dann ein läuferisch, technisch und auch mental forderndes und sehr abwechslungsreiches Training. Am Nachmittag fand die Staffel über 4 Strecken auf der Karte La Darbella statt. Diese konnte das Team von Melvin und Gabriela, nach einer langen Aufholjagd, auf der letzten Strecke für sich entscheiden. Zweiter wurden Marco und Andri, auf den dritten Rang liefen Marc und Pablo. Zurück im Lagerhaus organisierten Romina und Chris den Abschlussabend und auch am letzten Abend assen wir sehr, sehr gut. Es gab Tortillas.
Raphi
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Sonntag: Nach dem Aufräumen und Putzen des Naturfreundehauses brachen wir bereits zum letzten OL auf. Wir sprinteten nochmals durch den Wald der letztjährigen SPM. Der Start war diesmal am westlichen Ende der Karte ‘l’Allemagne’, so erlebten wir das schnelle Waldsprintgelände noch von der anderen Seite. Dank SI Air und wenig Höhe kamen wir nochmals richtig in den OL-Flow. So schlossen wir das TL ab, perfekt vorbereitet für den Waldsprint auf dem Rigi und völlig Müde, ready für die Trainingspause.
Auf der Fahrt nach Liestal wurde nicht mehr viel gesprochen, es war bereits Sonntag und alle freuten sich auf die Tests oder die Arbeit, die sie am Montag erwartete.
Ich schwelgte in Erinnerungen. 105 km Jura Gelände vom feinsten, der Ausblick vom Mont Tendre bis zum Mont Blanc, kulinarische Köstlichkeiten jeden Abend, viele Lacher und Blödeleien, ein Nacht-OL Training voller Schrecken und Schreie, kuschelige Nächte im warmen Haus, ein Seilparkbesuch mit einem Tier von Bergführer und viele reduzierte Karten, die uns herausforderten.
Chris