Trainingslager Trentino

Um zum letzten Mal im 2016 an unserer Technik feilen zu können, reisten wir gemeinsam mit dem NWK NOS ins Val di Non im Trentino. Hier die Tagesberichte der Athleten:

imag3610Sonntag 2. Oktober 2016

Zu Beginn des Trainingslagers gingen wir alle zusammen an den Wiler-OL. Das Gelände war zum Teil sehr dicht und schwer belaufbar, jedoch sehr interessant. Das schlechte Wetter hat aber niemanden gehindert, Vollgas zu geben.
Später machten wir uns dann auf den langen Weg ins Trentino in unser Lagerhaus. Nach vier Stunden Fahrt war es so weit und wir konnten die Zimmer beziehen. Auf zwei Häuser verteilt waren die zwei Nachwuchskader verteilt. Es war sehr lustig, auch einmal andere Leute näher kennen zu lernen.

Hannah

Montag 3. Oktober 2016

Am Montag, dem 3. Oktober, erwachten wir nicht wie gewohnt von zu Hause mit Regenschauer und kaltem Wetter, sondern mit dem ersten Sonnenstrahl im schönen Trentino. Am epischen Morgenbuffet unserer zwei Köchinnen konnten wir unsere Mäuler stopfen und bald darauf begann das Trainingslager erst richtig mit dem ersten Training direkt vom Lagerhaus aus. Dank dem abartig krassen Gelände um das Lagerhaus und dem kurzen Weg zum Start, wurde dieses Training zu einem echten Leckerbissen. Das erste Training, welches das Thema Vielposten-/Richtungswechsel hatte, wurde für die einen zu einem echten Flow-Race und für die anderen fing es dank des bewegungsdrängenden Körpers und des technischen Geländes bereits jetzt mit den Fehlern an. Schlussendlich fanden aber auch jene, bei denen das Training voll in die Hose ging, zum Lagerhaus zurück.
Am Nachmittag hatten wir in Predaia ein Training, bei dem die Grob- und Feinphase optimiert werden sollte und ausserdem intelligente Attackpoints oder Bahnhöfe zu analysieren waren. Denn diese waren bereits vor dem Training mit einem blauen Kreis von unserem Trainer Sebi Hägler gesetzt worden. Auch dieses Training trieb dank detailreichem Gelände und einem Kartenstand von 2005 viele der Athleten in die etwas falsche Richtung. So war also im Ziel auch die Auswertung der verschiedenen Attackpoints dringend notwendig. Direkt vor dem Abendessen gab es dann noch eine Streching-Session, welche sich bei gewissen Athleten als definitiv notwendig herausstellte.
Nach dem Abendessen war es Zeit für die Bestimmung der Lagercupteams und bereits dem ersten Test wie gut diese zusammenarbeiten. Das Ziel war, fünf Ballons, welche man vorher pro Gruppe gesammelt hatte, bis zum Platzen aufzublasen. Einige erwiesen sich als richtige Ballon-bis-zum-Platzen-aufblasen-Profis, wobei andere vor lauter Lachen kaum den Ballon in den Händen halten konnten und er ihnen bei jedem zweiten Atemstoss aus der Hand flog. Nach dem Lagercup kam ein weiterer legendärer Moment in jedem wahren Trainingslager. Die Auslosung der Staffelteams für den darauf folgenden Tag. Nun galt es sich mit seinem Team möglichst schnell auf eine Taktik zu einigen und dann sofort ab ins Bett um sich mental optimal auf die Staffel des nächsten Tages vorzubereiten.

Melvin

Dienstag 4. Oktober 2016

Am Dienstag fuhren wir gemeinsam mit den Büsslis nach Penegal. Als wir dort angekommen sind, stiegen wir auf einen gesperrten, imag3612morschen und lebensbedrohlichen Turm. Nach dem wir alle unsere Model-Pics geschossen haben, kehrten wir wieder auf sicheren und festen Boden zurück. Danach starteten wir das Höhenkurventraining auf einer Karte, auf der nur das Relief war. Unsere lieben Trainer schleppten uns unsere teilweise nicht sicher verschnürten Taschen ins 150m tiefer liegende Ziel. Nachdem wir den Lunch gegessen haben, starteten wir den Lager-Cup. Jede Gruppe startete mit einem Grundkapital, welches sie mit verschiedenen Spielen gegen andere Gruppen erweitern konnten. Nun begann die Staffel, welche das Team um Luki, Janosch und Benz dank den vertauschten Postennummern gewonnen haben. Danach begaben wir uns auf den langen Aufstieg zu den Büsslis. Zu Hause genossen wir den leckeren Stocki von den zwei Köchinnen.

Elio

Mittwoch 5. Oktober 2016

Am Mittwoch war Ruhetag. Doch anstatt auf der faulen Haut zu liegen, besuchten wir einen Canyon, wo wir von einem einheimischen Führer nach unten geführt wurden. An manchen Stellen war der Canyon so schmal, dass man fast nicht mehr durchpasst, doch für uns OL-Läufer reichte es gerade. Er war auch verdammt tief, immer wieder verlor sich der Boden, an dem sich ein Bach durch den Fels schlängelte, in der Dunkelheit. Man konnte jedoch zu jeder Zeit das tosende Rauschen des Wasseimg-20161008-wa0031rs hören, das vom See ganz oben ins Tal herunterfloss. Es war sehr beeindrucken, zumal sich der Canyon von Zeit zu Zeit immer wieder breiter wurde und den Blick auf ein karges und doch wunderschönes Panorama freigab.
Laut Führer seien es 600 Treppenstufen bis nach unten, wobei es sich eigentlich eher um 650 handelte, aber das nur so nebenbei. Als wir unten angekommen waren, hiess es umdrehen und die 650 Stufen wieder empor zu steigen, bis wir wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung angelangt waren.
Wir picknickten am See und fuhren dann wieder zurück ins Lagerhaus, um uns auf das wichtige Fussballpiel gegen die Nordostschweizer vorzubereiten, das wir leider verloren. Ich will jetzt nicht dem hohen Gras, dem Ostschweizer Schiedsrichter oder unserer kleineren Ersatzbank die Schuld geben, denn sie waren uns einfach überlegen, haben besser gespielt und haben verdient gewonnen.

Marco

Donnerstag 6. Oktober 2016

Heute ging es nochmals Richtung Fondo auf die Karte Caraveno. Der Waldboden war mit Tau bedeckt. Bei kalten 2 Grad Celsius starteten wir das Kompasstraining im Hang mit reduzierter Karte. Die Bahnanlage war abwechslungsreich und mit einigen suspekten Posten gespickt. Auf den langen Teilstrecken konnte man gut das Relief als Kontrolle zum Kompass benutzen. Man traf immer wieder alte Leute im Wald an, was ebenfalls suspekt war. Der Wald ist, wie nahezu alle im Trentino, toll belaufbimg-20161008-wa0028ar mit grasbedecktem Boden, Föhren und Lärchen und vielen detaillierten Geländekammern.
Den Mittag verbrachten wir auf einem Fussballplatz inmitten des Waldes. Man könnte schon wieder sagen, es sei suspekt, wie viele Fussballplätze die Italiener in den Wald bauen. Am Nachmittag absolvierten wir drei Sprints als Vorbereitung auf die SPM. Schnelle Entscheidungen, genaue Kompassarbeit und hohes Tempo trotz müden Beinen war gefragt. Chamuel und Saskia bei auf der langen Bahn, sowie Nora und Janis auf der Kurzen kamen am schnellsten durch. Dazwischen verschoben wir jeweils mit den Büslis, der letzte Sprint war im an das Lagerhaus angrenzenden Wald. Der Lagercup an diesem Tag, ein typisch Italienisches Bild zu machen war dann einfach no eine z’viel, um auch ein weiters Lagerwort zu erwähnen.

Christopher

Freitag 7. Oktober 2016

Am Freitagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Fondo, wo wir dann das Downhill Training absolvieren würden. Beim Busauslad angekommen, machten wir uns bereit für den langen, steilen Weg an den Start: fast 400 Hm (Die Kurze Bahn hatte es nicht ganz so lang). Darauf folgte ein ausserordentlich schönes Training mit spannenden Korridoren und einer Startüberhöhung von knapp 650 Metern, bei dem wir das was wir bisher gelernte bei höherem Tempo nochmals testen konnten. Für die, die noch nicht genug hatten, gab es am Nachmittag noch ein freiwilliges Training mit freier Zielsetzung. Janik (Trainer des NWK NOS) verdiente sich dabei den Orangen-Sack, weil er uns an den falschen Start führte. So wurde das Training für einige noch zur Auffangübung :). Nach dem Znacht fanden dann das Lagercup-Finale (bei dem das Siegerteam (Saskia Buchmüller, Nina Hubmann, Chamuel Zbinden, Lukas Deininger und Raphael Skoda) gekrönt wurde) und der Schlussabend, organisiert von Elio, Eliane und Marcia, statt. Alles in allem war es ein toller (fast-) Abschluss des Lagers!

Raphaelimg-20161008-wa0025

Samstag 8. Oktober 2016

Nach speditivem Packen und Abgeben des Hauses fuhren wir Richtung Basel. Nach etwa der Hälfte hielten wir in Haiming, das gerade beim Eingang zum Ötztal liegt, an und durften uns zum letzten Mal für ein OL-Training umziehen. Das Vegetation des Waldes war etwas suspekt, den der Boden war von kleinen Nadelbüschen bedeckt, welche die Belaufbarkeit stark einschränkten. Doch das detaillierte Relief und die gute Sicht machten das Training zu einem super Abschlusstraining, bei dem fast alle ein paar Zusatzmeter machten oder zumindest sehr gefordert waren. Danach verabschiedeten wir uns von den Ostschweizern, mit denen wir es sehr gut und lustig hatten, und fuhren nach Hause. In Liestal durften alle noch ein paar Äpfel nach Hause nehmen ;). So ging die spannende, lehrreiche Woche zu Ende…. Die Stimmung im Team und unter den Regionalkader war sehr gut und es hat sehr viel Spass gemacht! :)

Chamuel

OL Galoppen vom 25. September 2016

Bei wunderschönem Herbstwetter wurde am Sonntag auf der Sichtern der 29. OL Galoppen, Finallauf der Schüler- und Jugendmeisterschaft (SJM) Nordwestschweiz, ausgetragen. Dieser wurde traditionsgemäss vom OL-Nachwuchskader Nordwestschweiz organisiert. Ein letztes Mal konnten die Jugendlichen Punkte sammeln für das Schlussklassement. Die Laufbedingungen waren optimal, jedoch konnte man durchaus Bekanntschaft mit Dornen und Brennesseln machen. Nach einer Stärkung am vom Nachwuchskader organisierten Kuchenbüffet warteten alle gespannt auf die Rangverkündigung.
Zuerst wurden die Anwesenden von Simon Scherrer, Präsident der Olumni (Vereinigung  ehemaliger Mitglieder des Nachwuchskaders) begrüsst. Danach wurden Sophie Bachmann, Hanna Müller und Noah Zbinden für ihre ausgezeichneten Leistungen an der JWOC  von Olumni-Mitglied Reto Pusterla mit einem Preis ausgezeichnet. Weiter ging es mit der Rangverkündigung, welche von Carla Wetzel durchgeführt wurde. Für die besten drei der Kategorien H/D 10 bis H/D 16  gab es Medaillen und danach ging es für alle in der Gesamtwertung rangierten Teilnehmer weiter zum ,,Gschänklitisch“, welcher von den Kindern und Jugendlichen im Voraus schon gebührend gemustert worden war. So konnte man danach viele strahlende Gesichter sehen.
Für Carla Wetzel war dies die letzte SJM, die sie betreute. Vielen Dank für den grossen Einsatz und die geleistete Arbeit!