Testlaufvorbereitungskaderzusammenzug

Das Kader traf sich am Samstagmorgen, um in die Westschweiz zu fahren. Als erstes stand ein Sprint in Estavayer-le-Lac auf dem Programm. Dort absolvierten wir zuerst ein Linienlauf, um das Sprintfeeling zu aktivieren. Nach dem Linienlauf hatte man etwa zwei Minuten Pause. Danach ging es gleich weiter mit einem Sprintwettkampf in der Stadt. Trotz bremsenden Gegenmassnahmen des Städtleins, es fand eine Viehschau statt, meisterten alle den Sprint in einem ansprechendem Tempo.

Nach dem Sprint und dem Mittagessen fuhren wir weiter. Gleichzeitig setzte der Regen ein und die Temperatur sank. Dies hielt uns natürlich nicht auf, eine technisch anspruchsvolle Mitteldistanz im Wald Chassagne zu laufen. Vor allem der felsige Schlussteil lud zu ungewollten Umwegen gerade zu ein. Auf der Heimfahrt vom Training wurde der Ballermannentzug einiger Kadermitglieder erfolgreich gestillt.

Nachdem wir uns verköstigt hatten, werteten wir die Läufe des Tages aus und gingen über in die Vorbereitung der Testläufe. Diese Vorbereitung war intensiv und aufschlussreich.

Am nächsten Morgen ging es gleich weiter mit der Vorbereitung. Nach dem theoretischen Input bekamen wir gleich, nach dem Modell der Fachhochschule, die Chance, das gelernte in der Praxis umzusetzen. Wir verschoben uns mit dem Auto in einen Wald oberhalb von Neuenburg. Aufgrund der Hanglage des Waldes konnten wir schön das Hanglaufen trainieren. Mit einem kleinen Zwischenstopp an einer Raststätte, um auch noch das letzte Training auszuwerten, ging es zurück in das warme Zuhause.

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TL Tessin

Am Ostersamstag fuhren wir ohne Stau (es stellte sich noch heraus, dass dies nicht selbstverständlich ist) mit Minibussen ins Tessin. „Ab in den Süden“ tönte es aus den Autoboxen. Die drei Trainingstage sollten als Vorbereitung für die kommenden Testläufe oberhalb von Bellinzona und in Carì genutzt werden. Das erste Training fand im Wald Lodano nahe von Maggia statt. Das Gelände war sehr ruppig und steil, was ein hohes Tempo verunmöglichte. Mit einer durchschnittlichen Laufzeit von über 90 Minuten und Teilstrecken in Wettkampftempo begann das Kurz-TL sehr intensiv. Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft in Arcegno. Als „Bettmümpfeli“ starteten wir nach dem Abendessen für einen anspruchsvollen Nacht-OL im Wald vor der Unterkunft.

Chamuel

Weil die Zeitverschiebung vom 26. auf den 27. April un seine Stunde Schlaf raubte, ging es am Ostersonntag erst um halb 9 los. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir Richtung Villa Luganese, wo wir in steilem Gelände das Routenwahl Training absolvierten. Darauf folgte eine Osterstaffette auf dem Fussballplatz, wo wir koordinativ gefordert (zum Teil auch überfordert) wurden. Am Nachmittag fuhren wir dann auf Novaggio, ein richtiges Tessiner Dörfli (echt tricky). Ein normaler Sprint Wettkampf, gefolgt von einem epischen Massenstart mehrfach gegabelt, füllten hier das Nachmittagsprogramm. Dann, nach einem physisch, technisch und koordinativ fordernden Tag fuhren wir zurück nach Arcegno. Nach dem Znacht organisierten Hanna und Sofie noch ein Spiel für den Abschlussabend, der ja schon so früh kam. Mit viel Glück und Schummeln konnten sich die Gewinner dann ab einem Osterhasen erfreuen :-)

Raphael

Am Ostermontag räumten wir früh am Morgen das Haus und machten uns auf den Weg zu einem Downhill-OL in Scarpape. An diesem Tag war das Wetter leider nicht gerade schön, was uns aber kalt liess, da uns das Training mit den wenigsten Höhenmeter des Kurz-TLs bevorstand. Im Ziel, 350m tiefer unten, angekommen, gönnten wir uns etwas zu essen und fuhren weiter nach Curzútt, wo wir einen an den Mitteldistanz-Testlauf angelehnten Trainingswettkampf bestritten. Mit einer satten Startüberhöhung musste man auch bei diesem OL nicht so viel klettern und der kleine Wettkampf wäre perfekt gewesen, wenn nicht teilweise die Aktualität der Karte ein wenig zu wünschen übrig liess. Im Grossen und Ganzen war dieses Middle-Training sicher sehr ähnlich, wie der Testlauf sein wird, und wir konnten uns, auch mit den anderen Trainings, an das Tessiner Gelände gewöhnen. Kurz nach 16:00 Uhr traten wir die Heimreise an, welche mit 3,5 Stunden Stau ziemlich lange ging. Für uns Athleten war der Stau eigentlich richtig amüsant. So machten wir zum Beispiel auf dem Pannenstreifen Laufschule, stoppten freche Autofahrer, welche überholen wollten, hörten Ballermann Hits, schoben das Büssli mit Muskelkraft im Stau voran oder schlossen Wetten ab, zu welcher Uhrzeit wir in den Gotthard reinfahren werden. Chamuel lag mit seiner Schätzung von 20:50 Uhr nur 3 Minuten vom tatsächlichen, erlösenden Zeitpunkt entfernt. Auf der Alpennordseite gab es dann noch einen Halt und etwas zu futtern, bevor wir die letzten zwei Stunden in Angriff nahmen. Alle waren schlussendlich noch vor Mitternacht zuhause.

Tino